Spinnkreis Retschow

Faserbibliothek- Jakobschaf

Jakobschaf in Reinshagen

Bild Jakobschaf
Die Tiere haben meist ein helles Vlies mit schwarzen oder braunen Flecken. Eine weitere Fleckenfarbe wird „lilac“ genannt und ist entweder ein helles Grau oder Braun. Die Vliesqualität innerhalb der Jakobschafrasse weist eine größtmögliche Variabilität auf! Es sind je nach Indiviuum weiche, glänzende Vliese möglich, manche sind rauh und mit Stichelhaar oder Grannen durchsetzt. Die Wolle enthält wenig Wollfett und ist sehr offen. Jede Farbe in einem Vlies kann eine andere Zusammensetzung und Stapellänge aufweisen (8 - 15 cm). In der Regel sind Vliese mit 1,5 - 3 kg Gesamtgewicht sehr klein.

Faserfakten

Vliesgewicht: 1,5 - 3 kg
Stapellänge: 8 - 15 cm
Faserfeinheit: meist 25-35 micron, auch wenn diese Spanne beträchtlich ist, sind manche etwas feiner oder noch gröber.
Flockencharakter: (single-coated) nicht mischwollig, leicht zugespitzte Enden, moderate Kräuselung (crimp), manchmal mit etwas Glanz.
Natürliche Farben: weiß mit schwarzen, braunen oder lilac Flecken

Verwendung

Färben: Die Wolle kann gefärbt werden und ergibt z.B. miz Krapp oder Indigo ein lebhaftes, meliertes Garn, allerdings sind den meisten Handspinnern die natürlich vorkommenden Farben Abwechslung genug.
Faservorbereitung und Spinntipps: So verschieden die Vliese sind, so unterschiedlich ist auch die Verarbeitung. Kurze Fasern sollten kardiert werden: entweder nach Farben getrennt oder gemischt. Grundsätzlich gilt: Je mehr kardiert wird, desdo mehr vermischen sich die Flockenfarben zu einem einheitlichen Farbton. Bei längeren Fasern reicht zupfen aus. Die Wolle kann dann flockenweise so versponnen werden, wie sie kommt. Es wird ein herrlich lebhaftes, meliertes Garn entstehen. Diese schöne Probe stammt von einem stattlichen weiß-schwarz-lilac gefleckten Bock und ist etwas grannenhaltig. Auen- und Lammwolle ist mit Sicherheit wesentlich feiner.
Stricken und Weben: Die Mehrfarbigkeit des Garns kann ein Segen und eine Wohltat sein oder zu einem
totalen Durcheinander ausarten. Das ist Ansichtssache und hängt vom jeweiligen Projekt ab. Da die Vliesqualitäten von Schaf zu Schaf so unterschiedlich sind, sollte vor Projektbeginn ausreichend ähnliche Wolle vorhanden sein. Kleine Arbeitsproben zeigen, ob die Zufallsfarbmuster zum Design passen.

Wolle: Margret Köhler-Gutsch aus Reinshagen
Bild: Katrin Amft www.katrin-amft.de

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