Spinnkreis Retschow

Faserbibliothek- Devon Longwool

Devon Longwool in der Nutztierarche Stocksee

Bild Devon Longwool
Die Wolle brauchte man in der Textilindustrie vor allem für feste Gewebe und in der Teppichherstellung. Diese Tiere liefern eine enorme Menge an weißer Wolle, die einzelne Flocke kann bis zu 30 cm lang werden. Ihre Wolle gibt dem Begriff „substanzvoll“ eine neue Bedeutung. Die Wolle ist extrem lang, glatt, fest, stabil und bildet große Locken. Die Wolle erwachsener Tiere kann man als Teppichwolle bezeichnen. Aber die Wolle der Lämmer - wenn sie mit sechs Monaten geschoren werden - eignet sich für Strickprojekte, die direkt auf der Haut getragen werden können. Tiere mit langem Fell sehen aus wie kugelrunde Wollbälle, da sowohl Beine als auch Kopf und Gesicht stark bewollt sind, so daß die Augen oft nicht zu sehen sind. Heute gelten Devons als seltene, vom Aussterben bedrohte Schafrasse.
Bild Devon Longwool

Faserfakten

Vliesgewicht: 6 - 10 kg bei Auen, 12 kg (!) bei Böcken
Stapellänge: 20 - 30 cm, manchmal etwas länger
Faserfeinheit: 36 - 40 Mikron (oder mehr)
Flockencharakter: klassische Langwoll-Lockenforn: lang, gewellt und mit lockigen Spitzen
Natürliche Farben: weiß

Verwendung

Färben: Auf die vitalen substanzvollen Locken färben Farben klar und leuchtend auf.
Faservorbereitung und Spinntipps: Das einzelne Haar ist extrem lang. Die Wolle kann ohne Vorbereitung direkt aus der Flocke zu einem dünnen, strapazierfähigen Faden versponnen werden. Sie ist für Spinnanfänger bestens geeignet. Das Spinnen ist unkompliziert und macht Spaß. Wer die Wolle kämmen möchte, nimmt sehr grobzinkige Kämme und nur wenig Wolle und versucht mit langen Bewegungen die Locken auseinander zu ziehen. Wer sie dann verspinnt, braucht eine „leichte Hand“, d.h. die Hände sollten weiter auseinander sein, als eine Stapellänge, damit die Fasern sich auseinanderziehen können, schließlich will niemand beide Enden der Faser gleichzeitig halten ... insgesamt lässt sich diese Wolle bei niedriger Luftfeuchtigkeit schlechter verarbeiten.

Wolle und Bild: Andreas und Astrid Holdstein/Stocksee, nutztierarche-stocksee@web.de,
www.schöne-schafe.de


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